Kyoto
KISWEC
Projektbeschreibung
Geschichte des KISWEC
Haus der Begegnung - HdB
Tokio
SITEMAP
Projektbeschreibung
Stiftung Kyoto International Social Welfare Exchange Center 84 Honda Kozuke, Momoyamacho, Fushimi-ku, Kyoto 612 Präsident: Pfarrer Hisao Tokoro

Kurzbeschreibung: Am 10. August 1971 haben Verhandlungen zwischen der SOAM und Vertretern der Stadtbehörden von Kyoto über die Errichtung eines Sozialzentrums zu konkreten Ergebnissen gefürt. Das geplante Projekt sah vor allem vor, Fortbildungskurse für Sozialarbeiter aufzubauen, ein Informationsaustauschzentrum zu aktuellen sozialen Fragen zu entwickeln, Mitarbeiter im Sozialwesen auf ein Praktikum in der Schweiz vorzubereiten und eine Ausbildungswerkstatt für Menschen mit einer Behinderung zu eröffnen. Dabei sollte eine qualifizierte Fachkraft aus der Schweiz sicherstellen, dass in all diesen Aktivitäten ein hoher fachlicher Standard gewährleistet wird. 25 Jahre später können wir feststellen, dass sich das damalige Konzept bewährt hat, auch wenn es sich inzwischen wesentlich ausgeweitet hat. Das Kyoto International Social Welfare Exchange Center (KISWEC) ist zur Zeit in folgenden Bereichen tätig: - heilpädagogische Beratungsstelle für Familien mit behinderten Kindern - psychologische Beratungsstelle für EinwohnerInnen des Stadtbezirks Momoyama-cho (Einzeln, Paare, Familien) - psychologische Beratungsstelle für AusländerInnen - Fachschule für MitarbeiterInnen im Sozialbereich - verschiedene Trainingskurse in psychologischen Beratungsmethoden - Herausgabe von zwei Jahreszeitschriften (Informationen zu aktuellen sozialen Fragestellungen, entwicklungspsychologische Fragestellungen im Zusammenhang mit Behinderungen) - Führung von fünf Werkstätten für Menschen mit einer Behinderung.


Aufgrund von traditionellen religiösen Vorstellungen wurden Menschen mit einer Behinderung während langer Zeit gesellschaftlich geächtet und isoliert. Eine Behinderung galt als Zeichen dafür, dass ein Mitglied der Familie aus einer früheren Generation etwas Schlimmes getan und dafür nicht gesühnt hat.
Diese Vorstellung kann nicht als typisch japanisch betrachtet werden; sie findet sich in verschiedensten Gesellschaften auf der ganzen Welt und hat bis vor etwa hundert Jahren auch im christlichen Europa den Umgang mit Menschen mit einer Behinderung ganz wesentlich geprägt.
Die Folgen sind auch überall die gleichen: nicht nur werden die Menschen mit Behinderungen vor der Gesellschaft versteckt gehalten und entgehen daher einer dringend benötigten Behandlung und Integration, auch deren Familien unterliegen gesellschaftlicher Ächtung.
Alle Aktivitäten des KISWEC zielen darauf ab, es betroffenen Menschen zu ermöglichen, sich fruchtbar mit ihrem Schicksal auseinanderzusetzen und Lösungen zu entwickeln, die Hoffnung ermöglichen. Bereitstellung von zuverlässigen Informationen und professionelle Ausbildung von Fachkräften gehören ganz zentral dazu.



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