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Japan

Mission der begegnung

 

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Japan – ältester Missionspartner der Ostasienmission

1885 ging der erste Missionar nach Tokio

Sprache, Kultur und Religion mussten zunächst verstanden werden

Aus dem ärztlichen Dienst in China ist das KISWEC gewachsen

Tomisaka Christian Center
Das TCC ist seit einigen Jahren unser Austauschpartner. Diese wissenschaftliche Forschungseinrichtung ist auf theologischem Gebiet Vorreiter in Japan

KISWEC – Kyoto International Social Welfare and Exchange Center

Das KISWEC in Kyoto ist seit über 30 Jahren unser grösster und wichtigster Partner. Über 200 Mitarbeiter und Studenten werden von Pfr. Hisao Tokoro liebevoll angeleitet.
Ein ständiger Austausch mit der Schweiz fördert die wertvollen Kontakte. Als das KISWEC gegründet wurde, war das in Japan eine Pionierleistung. Auch heute gehört das KISWEC mit seinem Fortbildungsprogramm zu den Spitzenausbildungsstätten für Sozialpädagogen im ganzen Inselreich.

Kader – MitarbeiterInnen

Es besuchen immer wieder Kadermitglieder des KISWEC die Schweiz, danach findet man sich zu einem Auswertungsgespräch zusammen. Das KISWEC weiss sich seiner Schweizer Wurzel verpflichtet und pflegt den regelmässigen Austausch mit sozialen Institutionen in der Schweiz. Das Brüggli in Romanshorn ist eine davon.

KISWEC – Projekt

Projekt „Gesellschaftliche Integration von Menschen mit einer Behinderung, ihrer Familien und ihrer BetreuerInnen durch Entwicklung professioneller Hilfestellungen und Austausch von Fachpersonal und Fachinformationen“

Stiftung Kyoto International Social Welfare Exchange Center 84 Honda Kozuke, Momoyamacho, Fushimi-ku, Kyoto 612 Präsident: Pfarrer Hisao Tokoro

Kurzbeschreibung: Am 10. August 1971 haben Verhandlungen zwischen der SOAM und Vertretern der Stadtbehörden von Kyoto über die Errichtung eines Sozialzentrums zu konkreten Ergebnissen gefürt. Das geplante Projekt sah vor allem vor, Fortbildungskurse für Sozialarbeiter aufzubauen, ein Informationsaustauschzentrum zu aktuellen sozialen Fragen zu entwickeln, Mitarbeiter im Sozialwesen auf ein Praktikum in der Schweiz vorzubereiten und eine Ausbildungswerkstatt für Menschen mit einer Behinderung zu eröffnen. Dabei sollte eine qualifizierte Fachkraft aus der Schweiz sicherstellen, dass in all diesen Aktivitäten ein hoher fachlicher Standard gewährleistet wird. 25 Jahre später können wir feststellen, dass sich das damalige Konzept bewährt hat, auch wenn es sich inzwischen wesentlich ausgeweitet hat. Das Kyoto International Social Welfare Exchange Center (KISWEC) ist zur Zeit in folgenden Bereichen tätig: – heilpädagogische Beratungsstelle für Familien mit behinderten Kindern – psychologische Beratungsstelle für EinwohnerInnen des Stadtbezirks Momoyama-cho (Einzeln, Paare, Familien) – psychologische Beratungsstelle für AusländerInnen – Fachschule für MitarbeiterInnen im Sozialbereich – verschiedene Trainingskurse in psychologischen Beratungsmethoden – Herausgabe von zwei Jahreszeitschriften (Informationen zu aktuellen sozialen Fragestellungen, entwicklungspsychologische Fragestellungen im Zusammenhang mit Behinderungen) – Führung von fünf Werkstätten für Menschen mit einer Behinderung.

Aufgrund von traditionellen religiösen Vorstellungen wurden Menschen mit einer Behinderung während langer Zeit gesellschaftlich geächtet und isoliert. Eine Behinderung galt als Zeichen dafür, dass ein Mitglied der Familie aus einer früheren Generation etwas Schlimmes getan und dafür nicht gesühnt hat.
Diese Vorstellung kann nicht als typisch japanisch betrachtet werden; sie findet sich in verschiedensten Gesellschaften auf der ganzen Welt und hat bis vor etwa hundert Jahren auch im christlichen Europa den Umgang mit Menschen mit einer Behinderung ganz wesentlich geprägt.
Die Folgen sind auch überall die gleichen: nicht nur werden die Menschen mit Behinderungen vor der Gesellschaft versteckt gehalten und entgehen daher einer dringend benötigten Behandlung und Integration, auch deren Familien unterliegen gesellschaftlicher Ächtung.
Alle Aktivitäten des KISWEC zielen darauf ab, es betroffenen Menschen zu ermöglichen, sich fruchtbar mit ihrem Schicksal auseinanderzusetzen und Lösungen zu entwickeln, die Hoffnung ermöglichen. Bereitstellung von zuverlässigen Informationen und professionelle Ausbildung von Fachkräften gehören ganz zentral dazu.

 

KISWEC – Geschichte

Das schweizerisch – japanische Sozialzentrum (KISWEC) in Kyoto/Japan

Was ist K I S W E C ?
Zuerst zum Namen KISWEC, er bedeutet Kyoto International Social Welfare Exchange Center. Entstanden ist es aus dem ärztlichen Dienst der SOAM und einem nicht sehr lange bestehenden Lebensberatungszentrum heraus nach einer längeren Phase derAbklärungen, des Suchens und Vorbereitens. Das sich rasch von den Folgen des 2. Weltkrieges erholende Japan erlebte sein Wirtschaftswunder. Aber wie überall gibt es in Zeiten der Hochkonjunktur nicht nur Gewinner, sondern auch Verlierer. Das sind die Menschen, welche auf der Schattenseite unseres Fortschritts leben und auf der untersten Sprosse der sozialen Stufenleiter stehen bleiben, wie z.B. behinderte Menschen und solche, die weder Berufslehre noch Studium absolvieren konnten. Da tut soziale, diakonische Arbeit not. Weil diese in der Schweiz recht gut ausgebildet ist und wirkungsvoll eingreifen kann, wünschten christlich denkende und die Gefahren sozialer Spannungen erkennende Menschen und Behörden in Kyoto den Aufbau von Sozialarbeit auch im erstarkenden Japan. Von schweizerischer Seite sah die damals wirkende Leitung der SOAM unter der Führung von Präsident W. Kuhn und Inspektor A. Bänziger die Chance, hier einen diakonisch-sozialen und zugleich missionarischen Auftrag zu erfüllen. In der Person von Pfr. H. Tokoro, unterstützt vom Wohlfahrtsamt der Stadt Kyoto, die eine Partnerschaft mit der Stadt Zürich einging, stand ein zuverlässiger und kompetenter Leiter für das neue Werk zur Verfüung. So trat man gemeinsam an die neue Aufgabe heran. 

Vor 25 Jahren waren die Vorbereitungen so weit gediehen, dass das Projekt in die Phase der Realisierung eintreten konnte. Von Anfang an wirkte immer ein Schweizer SOAM – Mitarbeiter in der Leitung mit. Was in 25jährigem Einsatz aufgebaut worden ist, darf sich heute sehr wohl sehen lassen: Eine in Japan anerkannte Fachhochschule für soziale Arbeit, ein Zentrum der Aus- und Weiterbildung und Betreuung, dem bereits fünf, bald einmal sechs Betriebe und Werkstätten für körperlich und geistig behinderte Menschen angegliedert sind. Ungefähr 200 Behinderte finden hier Arbeit, Verdienst und eine Heimat. Und der allezeit tätige, von seiner Gattin tatkräflig unterstützte Leiter, Pfr. Tokoro, kennt keinen Stillstand, sondern entwickelt laufend neue Gedanken und Ideen.

Jubiläumsfeier
Geburtstag. Dazu waren neben der SOAM alle bisher im KISWEC wirkenden Schweizer Mitarbeiter eingeladen, und sie kehrten an den Ort ihrer einstigen Wirksamkeit zurück und erfuhren, wie geschätzt sie heute dort noch sind. Sie hatten Gelegenheit, in Seminaren und Vorträgen Erinnerungen aufzufrischen, von ihrem weiteren Lebensweg zu erzählen und neue Ideen einzubringen. Als Vertreter der SOAM durften Pfr. Gerrit de Haan, Luzern, Referent für das Werk in der SOAM, und der Schreibende als ehemaliger Präsident nicht nur ein Jubiläumsgeschenk überreichen, sondern auch den Dank des KISWEC und seines Leiters Tokoro entgegennehmen. 

Gegen 500 geladene Gäste, darunter alle Behinderten mit Angehörigen, versammelten sich am 2. November 1998 im grossen Saal des ersten Hotels von Kyoto zu einer eindrücklichen Feier, in der nicht nur Menschen gerühmt, sondern vor allem auch Gott für seine Begleitung und seinen Schutz gedankt wurde. Bibelworte wurden verlesen, Gebete gesprochen und um den weiteren Segen Gottes gefleht.
Der bewegendste Augenblick der Feier kam spontan am Schluss: Da stürmten die Behinderten («meine Studenten», wie Pfr. Tokoro sie nennt) auf die Bühne, um dort in Freudentänzen und Liedern ihre Dankbarkeit auszudrücken.
200 Behinderte im besten Hotel einer Grossstadt – wäre so etwas bei uns auch möglich? Etwa im Hotel Dolder in Zürich oder im 5-Sterne-Hotel Quellenhof in Bad Ragaz?
Dass dies in Kyoto möglich wurde, weist auf den weiten Weg zur Anerkennung hin, den die Behinderten unter Leitung von Herrn Pfr. Tokoro zurückgelegt haben, und das führt uns zur Frage: «Wie weit sind behinderte Mitmenschen bei uns in die Gesellschaft aufgenommen?» Diese Frage ist bei uns ja in den letzten Jahren wirtschaftlicher Krise besonders aktuell geworden.
Dass die SOAM hier einen wichtigen Auftrag ausführen durfte, erfüllt mich nicht nur mit Freude und Dank, sondern zeigt uns auf, was Mission in einem so hoch entwickelten Land wie Japan heissen kann. Da sind Grundgedanken Jesu wahrhaftig in die Tat umgesetzt worden. Der Auftrag, Licht der Welt und Salz der Erde zu werden, ist da ausgeführt worden. Es bleibt die Hoffnung, dass das sich weiter so gefreut entwickeln kann, und die vielen guten Wünsche, die der jubilierenden Institution von vielen Seiten auf den weiteren Weg mitgegeben worden sind. 
Demnächst wird ein neues Gebäude mit Räumen für die Schulung errichtet werden. lm Garten soll ein von der SOAM gestifteter Baum gepflanzt werden zum Zeichen der weiteren Verbundenheit. Dieses Jubiläumsgeschenk soll auch das Leben im KISWEC darstellen, das weitergeht und noch viele Früchte hervorbringen mag

 

Haus der Begegnung (Kyoto International Student House)

Das HdB wurde schon 1964 von Japanern und Schweizern ins Leben gerufen. Es ist heute Heimat für 35 Studenten aus 30 Nationen im Herzen Kyotos.

Hinweise für Studenten, die hier ein Zimmer benötigen !

1. Outline of Haus der Begegnung Kyoto;
Haus der Begegnung Kyoto has accommodations for nearly 40 foreign and Japanese students, together with guest rooms for visiting researchers and professors. A House-Father(s) [Japanese and/or Foreign] with their families work with the cooperation of the House-Team to cultivate an orderly and familial atmosphere within the house. Through this life together, it is hoped that the house members, with their different nationalities, races, religions, ideologies and ways of life, will learn to accept the differences without criticism, and proceed on the search for the fundamental truth of the human race. In short, in each member, through constant interaction in their daily efforts, is hoped to solve the problems. It must be emphasized that this house is not a mere residence for foreign and Japanese students.
2. Number of students to be admitted; Some few of foreign and Japanese students.
3. Qualifications required;
a) International and Japanese students who are enrolled in universities, graduate schools or research organs. 
b) Person who are in agreement with the principles and aims governing the establishment of the House and who can harmonize with life in the House according to the rules and regulations stipulated by the foundation.
c) Person capable of paying all necessary expenses and who have a financial guarantor.
4. Procedure of applications;
a) Complete application form should be handed to the office or can be sent by registered mail.
b) Closing date for the applications will be 
c) Selection of Residents Interview:
The date and time of the mandatory interview will be informed to each applicant. (Preliminary selection maybe done when there are many applicants.)
5. Announcement of admission;
a) Each applicant should ask his/her outcome by phone.
b) Every admitted applicant should inform the office as soon as possible the date he/she intends to move in. Failure to do this could result in a withdrawal of the offer of admission.

 

HdB – Kyoto International Student House
10 Shogoin Higashimachi, Kyoto Sakyo Ward, Kyoto Prefecture
office@hdbkyoto.jp
Website